Gerd Bennewirtz: Wie bedenklich ist die weltweite Schuldenentwicklung?

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt in ihrem jüngsten Jahresbericht zu Recht, dass sich die weltweiten Staatschulden in einem immer bedrohlicheren Maße auftürmen. Bereits im Jahre 2014 hat das Gesamtvolumen aller im Umlauf befindlichen Schuldtitel die magische Marke von 100 Billionen US-Dollar übersprungen. Den in absoluten Zahlen größten nationalen Schuldenberg weisen die USA auf – auf dem aktuellen Niveau haben die US-Staatsschulden längst die Rekordmarke von 19 Billionen US-Dollar geknackt. Das Verschuldungstempo in den Vereinigten Staaten steigt dabei geradezu exponentiell: Während es rund 200 Jahre dauerte, bis die USA die erste Billion US-Dollar Verschuldung im Jahre 1981 erreichte, haben sich danach die Verbindlichkeiten bis 2008 verzehnfacht. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Was halten Sie vom EuGH-Urteil zum Staatsanleihenkauf der EZB?

Gerade erst hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass das vor rund drei Jahren von der EZB angekündigte Aufkaufprogramm von Staatsanleihen nicht gegen EU-Recht verstößt. Die von EZB-Präsident Mario Draghi in Aussicht gestellten „unbegrenzten“ Staatsanleihenkäufe von kriselnden Euroländern seien mit dem geldpolitischen Mandat der Zentralbank vereinbar und keine verbotene Staatsfinanzierung, befanden die Richter. Die auf dem Höhepunkt der Eurokrise im September 2012 angekündigten Maßnahmen zur Stützung der Einheitswährung, die so nie in die Praxis umgesetzt werden mussten, werden so im Nachhinein sanktioniert. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Was sagen Sie zur neuerlichen EZB-Zinssenkung?

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am vergangenen Donnerstag für viele Anleger überraschend ihren Leitzins auf das neue Rekordtief von 0,25 Prozent abgesenkt. EZB-Präsident Mario Draghi begründete den Schritt mit dem schwachen Preisauftrieb im Währungsraum, der im Oktober auf ein Vierjahrestief gesunken war. Trotz niedriger Inflationsraten stehe ich der neuerlichen geldpolitischen Lockerung sehr skeptisch gegenüber. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Machen Sie sich Sorgen um Spanien?

Auch wenn im Umfeld neuer Rekordstände bei DAX und Co. die Aufmerksamkeit etwas von den EU-Krisenländern abgelenkt wurde, muss ich gestehen: Ich mache mir ernsthafte Sorgen um Spanien. Denn die Verschuldung des Landes ist so hoch wie niemals zuvor: Trotz der drastischen Einsparungen der konservativen Regierung kletterten die Schulden zuletzt auf 923,31 Milliarden Euro. Das sind 87,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), wie die spanische Zentralbank am Montag mitteilte. Und Wirtschaftswachstum, mit dem man die hohe Schuldenquote wieder zurückführen könnte, ist nicht in Sicht. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Wirkt die Sparpolitik in Europa, ist ein Ende der Eurokrise in Sicht?

Wer sich die zuletzt erreichten Höchstkurse im Bereich der internationalen Börsen anschaute, wo der DAX auf ein Fünfjahreshoch kletterte und der Dow Jones in Sichtweite zu seinem Allzeithoch notiert, könnte fast zu der Auffassung kommen, die Finanz- und Schuldenkrise sei bereits wieder vorbei.

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Gerd Bennewirtz: Wie teuer wird ein Euro-Aus in Südeuropa?

Immer wieder kursieren neue Zahlen am Markt, wie viel ein komplettes Euro-Aus für die südlichen Länder der Eurozone kosten würde. Nun ist eine neue Studie der Prognos AG vorgelegt worden, die zu dem Schluss kommt: Ein Austritt von Griechenland und Portugal wäre verkraftbar. Massivere Probleme gäbe es hingegen bei einem Austritt von Italien oder Spanien. Dieser würde „beispiellose ökonomische Eruptionen in ganz Europa und weltweit“ auslösen, heißt es in der auf „Spiegel Online“ zitierten Studie.

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25 Jahre haben Sie beruflich die FondsBranche mit gestaltet. Was waren die spannendsten Momente?

Spannend wird es für einen Vermögensverwalter, wenn es an den Börsen kracht. Die Nachbeben der US-Bankenkrise von 1987 prägten das Umfeld, in das die SJB 1989 hineingeboren wurde. Seitdem gab es immer wieder Währungsturbulenzen, faule Kredite, Bewertungsblasen und gewaltige Kapitalverschiebungen. Doch am spannendsten war es, als die SJB im Frühjahr 2009 in einer bundesweiten Veranstaltungsreihe und im Fernsehen den „Staatsbankrott“ erklärte.

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