Gerd Bennewirtz: Sind Schwellenländer auch für 2018 die richtige Wahl?

Investoren, die sich 2017 gegen den vorherrschenden Trend stellten und die Schwellenländer in ihren FondsPortfolios vergleichsweise hoch gewichteten, konnten sich über überdurchschnittliche Kursgewinne freuen. Wird diese Tendenz auch im neuen Handelsjahr Bestand haben? Zieht man nach dem ersten Handelsmonat 2018 Bilanz, so sieht es ganz nach einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung in den Emerging Markets aus. Investoren, die sich im Bereich der BRIC-Staaten bewegten, konnten auf attraktive Renditen zurückblicken: Bei Brasilienfonds lag das Monatsplus bei fast 13 Prozent, Russland- und China-Fonds legten jeweils rund neun Prozent zu.

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Gerd Bennewirtz: Ist die Wahrscheinlichkeit eines Zerfalls der EU zuletzt gestiegen?

Es ist nicht nur das italienische Referendum am 4. Dezember, das den Investoren in der Eurozone Kopfzerbrechen bereitet und neue Ängste über einen Zerfall der europäischen Währungsunion befeuert. Auch die Austrittswahrscheinlichkeit anderer EU-Länder ist jüngst rapide angestiegen, wie eine Investoren-Umfrage des Researchhauses Sentix belegt. Am höchsten veranschlagt wird auf Basis des „Sentix Euro Break-up Index“ weiter die Austrittswahrscheinlichkeit Italiens aus der EU, die aktuell auf 19,3 Prozent angestiegen ist und damit den höchsten jemals in der Sentix-Umfrage gemessenen Wert für das Land erreicht hat. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Wie bedenklich ist die weltweite Schuldenentwicklung?

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt in ihrem jüngsten Jahresbericht zu Recht, dass sich die weltweiten Staatschulden in einem immer bedrohlicheren Maße auftürmen. Bereits im Jahre 2014 hat das Gesamtvolumen aller im Umlauf befindlichen Schuldtitel die magische Marke von 100 Billionen US-Dollar übersprungen. Den in absoluten Zahlen größten nationalen Schuldenberg weisen die USA auf – auf dem aktuellen Niveau haben die US-Staatsschulden längst die Rekordmarke von 19 Billionen US-Dollar geknackt. Das Verschuldungstempo in den Vereinigten Staaten steigt dabei geradezu exponentiell: Während es rund 200 Jahre dauerte, bis die USA die erste Billion US-Dollar Verschuldung im Jahre 1981 erreichte, haben sich danach die Verbindlichkeiten bis 2008 verzehnfacht. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Was halten Sie vom EuGH-Urteil zum Staatsanleihenkauf der EZB?

Gerade erst hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass das vor rund drei Jahren von der EZB angekündigte Aufkaufprogramm von Staatsanleihen nicht gegen EU-Recht verstößt. Die von EZB-Präsident Mario Draghi in Aussicht gestellten „unbegrenzten“ Staatsanleihenkäufe von kriselnden Euroländern seien mit dem geldpolitischen Mandat der Zentralbank vereinbar und keine verbotene Staatsfinanzierung, befanden die Richter. Die auf dem Höhepunkt der Eurokrise im September 2012 angekündigten Maßnahmen zur Stützung der Einheitswährung, die so nie in die Praxis umgesetzt werden mussten, werden so im Nachhinein sanktioniert. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Überrascht sie das Renditetief bei Bundesanleihen?

Deutsche Bundesanleihen haben in dieser Woche einen neuen Negativrekord mit Blick auf die Höhe ihrer Verzinsung aufgestellt: Die Rendite zehnjähriger Papiere fiel bis auf 1,103 Prozent zurück und markierte damit den tiefsten Stand aller Zeiten. Diese Entwicklung überrascht mich keineswegs und ist nur die logische Folge der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die mit dem In-Aussicht-Stellen neuer unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen die Renditen unter Druck hält.

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Gerd Bennewirtz: Was sagen Sie zur neuerlichen EZB-Zinssenkung?

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am vergangenen Donnerstag für viele Anleger überraschend ihren Leitzins auf das neue Rekordtief von 0,25 Prozent abgesenkt. EZB-Präsident Mario Draghi begründete den Schritt mit dem schwachen Preisauftrieb im Währungsraum, der im Oktober auf ein Vierjahrestief gesunken war. Trotz niedriger Inflationsraten stehe ich der neuerlichen geldpolitischen Lockerung sehr skeptisch gegenüber. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Wirkt die Sparpolitik in Europa, ist ein Ende der Eurokrise in Sicht?

Wer sich die zuletzt erreichten Höchstkurse im Bereich der internationalen Börsen anschaute, wo der DAX auf ein Fünfjahreshoch kletterte und der Dow Jones in Sichtweite zu seinem Allzeithoch notiert, könnte fast zu der Auffassung kommen, die Finanz- und Schuldenkrise sei bereits wieder vorbei.

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