Gerd Bennewirtz: Kündigt das hohe Shiller-KGV den nächsten Crash an?

Auch das neue Börsenjahr 2018 hat so begonnen, wie das alte endete: Mit weiteren Kursgewinnen der wichtigsten US-Aktienindizes Dow Jones und S&P 500. Die nun im neunten Jahr befindliche Hausse geht damit weiter – doch Skeptiker sehen längst Gründe dafür, dass der aktuelle Aufschwung in den letzten Zügen liegt. Ein wichtiges Argument: Das Shiller-KGV des US-Aktienmarktes liegt in diesen Tagen sogar höher als im Jahr 1929, also kurz vor dem legendären Börsencrash. Nur Ende der 1990er-Jahre hatte die Kennzahl einen noch höheren Wert erreicht – unmittelbar danach platzte die Blase der Internet-Unternehmen mit einem lauten Knall. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Führt der Minsky-Effekt bald zum Crash in China?

Der chinesische Notenbank-Chef Zhou Xiaochuan hat kürzlich selbst vor einem „Minsky-Effekt“ in seinem Lande gewarnt. Angesichts der Ergebnisse des jüngsten Stresstests des Internationalen Währungsfonds (IWF), bei dem 27 von 33 Geldinstituten als nicht ausreichend stressresistent eingestuft wurden, muss diese Warnung absolut ernst genommen werden. Doch worum handelt es sich bei diesem „Minsky-Effekt“ eigentlich? Der Ökonom Hyman P. Minsky (1919 bis 1996) hat Crash-Abläufe wie beim Platzen der Dotcom-Blase oder während der Finanzkrise äußerst präzise beschrieben. Nachdem die USA den Höhepunkt der Finanzkrise im Jahre 2008 erlebten, geht nun in China 2018 die Angst um, dass sich bei den eigenen Banken ein ähnlicher Abgrund wie in den Vereinigten Staaten auftuen könnte. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Sind die Crash-Warnungen von Bill Gross berechtigt?

Die Aufwärtsbewegung an den US-Märkten nimmt auch gut vier Monate, nachdem die US-Bürger mit Donald Trump einen neuen Präsidenten gewählt haben, kein Ende. Dow Jones sowie S&P 500 notieren weiter in absoluter Nähe zu ihren Rekordständen, die Begeisterung für die von Trump geplanten Steuersenkungen und Ausgabenprogramme will nicht abebben. Da ist es umso bemerkenswerter, dass Star-Investor Bill Gross die Trump-Rallye an den Aktienmärkten für „höchst gefährlich“ erklärt. Gross sieht gewaltiges Rückschlagspotenzial an den Börsen und setzt die momentane Lage in Relation zur Finanzkrise 2008. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Wie kritisch ist das Niveau des Shiller-KGV zu werten?

Den nächsten Börsencrash exakt vorherzusagen, das kann man von keiner noch so guten Kennzahl verlangen. Trotzdem stimmt es viele Investoren zu recht bedenklich, dass das Shiller-KGV für US-Aktien weit über seinem historischen Durchschnitt liegt. Chartexperten sehen den Stand als einen Hinweis auf einen bald bevorstehenden massiven Kurssturz, und viele Anlageprofis sind alarmiert. Das Shiller-KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) liefert eine Aussage darüber, ob einzelne Aktienmärkte mittelfristig betrachtet eher günstig oder eher teuer sind. Zu diesem Zweck wird der Börsenwert bzw. die Marktkapitalisierung eines bestimmten Index zu den gesamten Erträgen von dessen Mitglieds-Unternehmen in Relation gesetzt. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Warum stocken große FondsAnbieter ihre Notfall-Reserven auf?

Offenbar erwarten einige der größten FondsGesellschaften weltweit bald heftige Marktturbulenzen und rüsten sich deshalb mit deutlich erhöhten Barreserven für den Notfall. Die „Financial Times“ berichtet, dass mehrere große Asset Manager ihre Kreditlinien bei den Banken aufgestockt haben und sich mit Mega-Dispokrediten für eventuelle Kapitalabflüsse wappnen. Tritt der Extremfall ein und ziehen Kunden plötzlich hohe Summen aus den dort gemanagten Fonds ab, können sich die FondsGesellschaften schnell Milliarden besorgen und so die Mittelabflüsse ihrer Kunden abfedern. Zu den bekanntesten FondsHäusern, die zuletzt ihre Kreditlinien bei den Banken deutlich ausgeweitet haben, zählen etwa die US-Anbieter Vanguard und Franklin Templeton. Informationen der „Financial Times“ zufolge handelte etwa Vanguard mit seinen Banken aus, im Notfall bis zu drei Milliarden US-Dollar an Kredit zu erhalten – das sind 200 Millionen US-Dollar mehr als vor einem Jahr. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Verlieren Aktienfonds an Beliebtheit?

Im April und Mai 2016 waren Aktienfonds äußerst unbeliebt bei internationalen Anlegern – angesichts des hohen Bewertungsniveaus und der fehlenden Kursfantasie nach einer fast siebenjährigen Hausse zogen Investoren insgesamt 7,4 Milliarden US-Dollar aus Aktienfonds ab, wie das Finanzportal Marketwatch.com berichtet. Die Kapitalabflüsse trafen vor allem aktiv verwaltete Aktienfonds, während die freigewordenen Gelder überwiegend in Renten- und Rohstoff-Produkte flossen, so das US-Portal weiter. Die zunehmende Unbeliebtheit von Aktien wird auch an den konkreten Zahlen offenbar: Fonds, die auf Dividenden- oder Wachstumstitel setzen, verzeichneten die stärksten Abflüsse seit August 2011. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Steht der Ölpreis bald bei 20 Dollar?

Der Jahresauftakt für den Rohölpreis ist überaus schlecht verlaufen. Allein in den weniger als zehn Handelstagen 2016 rutschte die Notierung um mehr als 16 Prozent ab, ein Fass der Nordseesorte Brent, das zu Jahresbeginn noch über 37 US-Dollar notierte, erreichte ein Tief von 30,56 US-Dollar. Während die Geschwindigkeit des Preisverfalls selbst Experten erstaunt, sind mittlerweile sogar Preise von 20 US-Dollar für ein Fass Rohöl nicht mehr unrealistisch. Einen Rohölpreis unter 30 US-Dollar hat es seit mehr als zwölf Jahren nicht mehr gegeben. weiter lesen…