Gerd Bennewirtz: Führt der Minsky-Effekt bald zum Crash in China?

Der chinesische Notenbank-Chef Zhou Xiaochuan hat kürzlich selbst vor einem „Minsky-Effekt“ in seinem Lande gewarnt. Angesichts der Ergebnisse des jüngsten Stresstests des Internationalen Währungsfonds (IWF), bei dem 27 von 33 Geldinstituten als nicht ausreichend stressresistent eingestuft wurden, muss diese Warnung absolut ernst genommen werden. Doch worum handelt es sich bei diesem „Minsky-Effekt“ eigentlich? Der Ökonom Hyman P. Minsky (1919 bis 1996) hat Crash-Abläufe wie beim Platzen der Dotcom-Blase oder während der Finanzkrise äußerst präzise beschrieben. Nachdem die USA den Höhepunkt der Finanzkrise im Jahre 2008 erlebten, geht nun in China 2018 die Angst um, dass sich bei den eigenen Banken ein ähnlicher Abgrund wie in den Vereinigten Staaten auftuen könnte. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Wie viele Banken werden an der pünktlichen MiFID II-Umsetzung scheitern?

Am 3. Januar 2018 tritt die neue EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II in Kraft – und schon jetzt zeichnet es sich ab, dass nicht bei allen deutschen Banken mit einer pünktlichen Umsetzung zu rechnen ist. Einer jüngst veröffentlichten Studie der Düsseldorfer Unternehmensberatung PPI zufolge, dürfte jede sechste Bank in Deutschland an der rechtzeitigen Einführung scheitern. Für die Studie von PPI, die auf einer Datenerhebung im Oktober basiert, wurden MiFID-II-Verantwortliche aus 50 Kreditinstituten befragt. Auf Basis ihrer Angaben wurde der “MiFID-II-Readiness-Index” ermittelt, der den aktuellen Stand der Umsetzung in Deutschlands Geldhäusern widerspiegelt. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Führt MiFID II zur Schließung von Researchabteilungen der Banken?

MiFID II verlangt künftig von allen FondsGesellschaften, die Kosten von Handel und Research zu trennen und einzeln auszuweisen. Dies könnte verheerende Auswirkungen auf die Researchabteilungen der großen Banken haben, erwarten Brancheninsider. Nach der Prognose von Ed Wolfe, dem Gründer und Geschäftsführer von Wolfe Research, wird der Betrag, der von den wichtigsten Geldhäusern für die Arbeit der Analysten aufgewendet wird, nach dem Start von MiFID II förmlich zusammenbrechen. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Sind zyklische Aktien bald wieder beliebter als Wachstumswerte?

Die Kurse an den globalen Anleihenmärkten sind ins Rutschen geraten, was auch am europäischen Aktienmarkt die Branchen-Rotation anheizt. Der Nachrichtendienst „Bloomberg“ berichtet, dass zyklische Aktien nach einer längeren Durstrecke wieder davor stehen, ihre Beleibtheit gegenüber Wachstumswerten zu steigern. Banken und Minenwerte würden aktuell die größte Beleibtheit am Aktienmarkt besitzen, während Titel aus dem Gesundheits- und Telekommunikationssektor unverändert hinterherhinken. Der Rückgang der Renditen europäischer Staatsanleihen habe bei Investoren zu einer Umschichtung in Aktien geführt, so Bloomberg weiter, die von einer Belebung des Wirtschaftswachstums und steigenden Fremdkapitalkosten am stärksten profitieren dürften.

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Gerd Bennewirtz: Welche Konsequenzen hat der Brexit für britische Finanzdienstleister?

Die Entscheidung des Referendums ist eindeutig: Die britische Bevölkerung hat sich zum Austritt Großbritanniens aus der EU entschlossen, allein die Details und der Zeitplan des Ablaufs sind noch zu klären. Eine interessante Frage ist nun, wie viele britische Finanzdienstleister mit dem Brexit den Zugang zu den Märkten des europäischen Kontinents verlieren werden. Eine aktuelle Studie der Londoner Finanzaufsicht prognostiziert, dass der Ausstieg Großbritanniens aus der europäischen Staatengemeinschaft den Finanzsektor der Insel hart treffen dürfte. Denn die britische Finanzaufsicht FCA hat berechnet, dass 5.500 Finanzdienstleister mit dem Brexit ihre Eintrittskarte für den europäischen Binnenmarkt verlieren werden. Banken und FondsGesellschaften aus der Londoner City dürften künftig mit hohen Hürden konfrontiert sein, so die Analyse, wenn sie ihre Dienste auf dem europäischen Festland anbieten wollen. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Was ist von der gemeinschaftlichen EU-Einlagensicherung zu halten?

Am Dienstag hat EU-Kommissar Jonathan Hill seinen Entwurf zu der neuen EU-Verordnung vorgelegt, die ein gemeinschaftliches Europäisches Einlagensicherungssystem für Banken vorsieht. Das Ziel des Gesetzesentwurfs: Ab 2017 soll schrittweise ein immer größerer Teil des Risikos von Zahlungsausfällen bei Banken von einer europaweiten Einlagensicherung übernommen werden. Im Jahre 2024 soll dann der Endzustand erreicht sein: Dann sollen die nationalen Einlagensicherungssysteme aller EU-Staaten in vollem Umfang durch einen EU-übergreifenden Mechanismus abgesichert sein. Ist dieses Projekt ein Fortschritt oder ein Rückschritt für das bislang äußerst stabile deutsche Einlagensicherungssystem? weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Was halten Sie von dem IWF-Vorschlag einer zehnprozentigen Sondersteuer für alle Bankkunden?

Viele Anleger werden es bereits gehört haben: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat eine sogenannte „Schulden-Steuer“ in Höhe von 10 Prozent für jeden Haushalt in der Euro-Zone vorgeschlagen, um die Forderungen der Banken zu befriedigen. IWF-Chefin Christine Lagarde hat diese Sondersteuer auf die Ersparnisse der europäischen Bürger ins Spiel gebracht, um die Forderungen der maroden Banken zu befriedigen und das Geschäft mit deren Anleihen am Laufen zu halten. weiter lesen…