Gerd Bennewirtz: Ist die Börsenkorrektur nicht längst überfällig

Über neun Jahre ist sie nun alt, die Börsenhausse an den wichtigsten globalen Aktienmärkten, die DAX, Dow Jones und S&P 500 auf immer neue Höchststände getrieben hat. Von kleineren Kursrücksetzern einmal abgesehen, hat sich der Aufwärtstrend trotz hoher Bewertungsniveaus immer weiter fortgesetzt. Ist es deshalb nicht längst Zeit für eine größere Korrektur? Peter Oppenheimer, Chefstratege von Goldman Sachs, erwartet für das neue Jahr eigentlich keinen Börsencrash. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) gibt der Marktexperte jedoch zu, dass ihm das aktuelle Börsenszenario allmählich unheimlich wird: „Wir erleben gerade einen der längsten Zeiträume seit den 1930er Jahren ohne eine Korrektur, die Kurse haben selten so wenig geschwankt“, führt Oppenheimer aus. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Kann die Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien das Performanceergebnis verbessern?

Die Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Aktienauswahl wird für viele Investoren immer wichtiger – doch kann man so auch seine Performanceergebnisse verbessern? Einer aktuellen Studie des Analysehauses Morningstar ist das sehr wohl der Fall, denn die dort ermittelten aktuellen Zahlen zeigen: Wer bei der Aktienselektion Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt, hat gute Chancen, den breiten Markt zu schlagen. Die Morningstar-Studie hat die Anlageergebnisse seiner Nachhaltigkeitsindizes mit denen der konventionellen Pendants verglichen und dabei festgestellt, dass diese in den vergangenen Jahren um Einiges besser abgeschnitten haben als der Gesamtmarkt. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Kündigt das hohe Shiller-KGV den nächsten Crash an?

Auch das neue Börsenjahr 2018 hat so begonnen, wie das alte endete: Mit weiteren Kursgewinnen der wichtigsten US-Aktienindizes Dow Jones und S&P 500. Die nun im neunten Jahr befindliche Hausse geht damit weiter – doch Skeptiker sehen längst Gründe dafür, dass der aktuelle Aufschwung in den letzten Zügen liegt. Ein wichtiges Argument: Das Shiller-KGV des US-Aktienmarktes liegt in diesen Tagen sogar höher als im Jahr 1929, also kurz vor dem legendären Börsencrash. Nur Ende der 1990er-Jahre hatte die Kennzahl einen noch höheren Wert erreicht – unmittelbar danach platzte die Blase der Internet-Unternehmen mit einem lauten Knall. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Führt der Minsky-Effekt bald zum Crash in China?

Der chinesische Notenbank-Chef Zhou Xiaochuan hat kürzlich selbst vor einem „Minsky-Effekt“ in seinem Lande gewarnt. Angesichts der Ergebnisse des jüngsten Stresstests des Internationalen Währungsfonds (IWF), bei dem 27 von 33 Geldinstituten als nicht ausreichend stressresistent eingestuft wurden, muss diese Warnung absolut ernst genommen werden. Doch worum handelt es sich bei diesem „Minsky-Effekt“ eigentlich? Der Ökonom Hyman P. Minsky (1919 bis 1996) hat Crash-Abläufe wie beim Platzen der Dotcom-Blase oder während der Finanzkrise äußerst präzise beschrieben. Nachdem die USA den Höhepunkt der Finanzkrise im Jahre 2008 erlebten, geht nun in China 2018 die Angst um, dass sich bei den eigenen Banken ein ähnlicher Abgrund wie in den Vereinigten Staaten auftuen könnte. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Ist der Videobeweis eine Verbesserung für den Bundesliga-Fußball?

Mit dem in der neuen Bundesliga-Saison eingeführten Videobeweis, der größere Klarheit bei Fehlentscheidungen und in strittigen Spielsituationen bringen sollte, bin ich überhaupt nicht zufrieden. Alles, was dem Fußball-Fan versprochen wurde – weniger Diskussionen, mehr Transparenz, nachvollziehbare Schiedsrichter-Entscheidungen – haben wir nicht erhalten. Das beste Beispiel dafür lieferte das Spiel Borussia Mönchengladbach gegen den FC Schalke 04 (1-1) vom Wochenende. Nach der absolut verdienten 1:0-Führung der Gladbacher durch das Tor von Christoph Kramer gab es gleich zwei strittige Szenen, die eigentlich das Gladbacher 2:0 hätten bringen müssen: Der später zurückgenommene Foulefmeter (Naldo an Stindl) sowie das vermeintliche Abseitstor der Mönchengladbacher nach einem Lattenschuss. Fangen wir mit der ersten Szene an: Nach einem Zweikampf zwischen Wendt und Caligiuri ging der Schalker zu Boden, doch Schiedsrichter Sascha Stegemann entschied auf Weiterspielen. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Was sind die wichtigsten Marktrisiken für 2018?

Zum Jahresende 2017 liegt die Mehrzahl der internationalen Aktienbörsen im Plus, auch wenn einzelne Gewinnmitnahmen die Kurse drücken. Trotz dieser insgesamt freundlichen Entwicklung ist der Ausblick für die globalen Aktienmärkte im kommenden Jahr alles andere als rosig – ein extrem hohes Bewertungsniveau ist mit sich verstärkenden Risiken gekoppelt. Was sind die Schlüsselrisiken für das neue Börsenjahr 2018? Hans Bevers, Chefvolkswirt von Degroof Petercam, sieht innerhalb eines positiven Gesamtbildes für die Weltwirtschaft diverse Gefahren für Konjunktur und Finanzmärkte. Dazu zählen dem Marktstrategen zufolge etwa die hohen Aktienbewertungen in Europa und in den USA. Falls Anleger nervös werden, drohe eine deutliche Korrektur an den Börsen, prognostiziert Bevers. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Wie viele Banken werden an der pünktlichen MiFID II-Umsetzung scheitern?

Am 3. Januar 2018 tritt die neue EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II in Kraft – und schon jetzt zeichnet es sich ab, dass nicht bei allen deutschen Banken mit einer pünktlichen Umsetzung zu rechnen ist. Einer jüngst veröffentlichten Studie der Düsseldorfer Unternehmensberatung PPI zufolge, dürfte jede sechste Bank in Deutschland an der rechtzeitigen Einführung scheitern. Für die Studie von PPI, die auf einer Datenerhebung im Oktober basiert, wurden MiFID-II-Verantwortliche aus 50 Kreditinstituten befragt. Auf Basis ihrer Angaben wurde der „MiFID-II-Readiness-Index“ ermittelt, der den aktuellen Stand der Umsetzung in Deutschlands Geldhäusern widerspiegelt. weiter lesen…

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