Gerd Bennewirtz: Führt der Minsky-Effekt bald zum Crash in China?

Der chinesische Notenbank-Chef Zhou Xiaochuan hat kürzlich selbst vor einem „Minsky-Effekt“ in seinem Lande gewarnt. Angesichts der Ergebnisse des jüngsten Stresstests des Internationalen Währungsfonds (IWF), bei dem 27 von 33 Geldinstituten als nicht ausreichend stressresistent eingestuft wurden, muss diese Warnung absolut ernst genommen werden. Doch worum handelt es sich bei diesem „Minsky-Effekt“ eigentlich? Der Ökonom Hyman P. Minsky (1919 bis 1996) hat Crash-Abläufe wie beim Platzen der Dotcom-Blase oder während der Finanzkrise äußerst präzise beschrieben. Nachdem die USA den Höhepunkt der Finanzkrise im Jahre 2008 erlebten, geht nun in China 2018 die Angst um, dass sich bei den eigenen Banken ein ähnlicher Abgrund wie in den Vereinigten Staaten auftuen könnte. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Ist der Videobeweis eine Verbesserung für den Bundesliga-Fußball?

Mit dem in der neuen Bundesliga-Saison eingeführten Videobeweis, der größere Klarheit bei Fehlentscheidungen und in strittigen Spielsituationen bringen sollte, bin ich überhaupt nicht zufrieden. Alles, was dem Fußball-Fan versprochen wurde – weniger Diskussionen, mehr Transparenz, nachvollziehbare Schiedsrichter-Entscheidungen – haben wir nicht erhalten. Das beste Beispiel dafür lieferte das Spiel Borussia Mönchengladbach gegen den FC Schalke 04 (1-1) vom Wochenende. Nach der absolut verdienten 1:0-Führung der Gladbacher durch das Tor von Christoph Kramer gab es gleich zwei strittige Szenen, die eigentlich das Gladbacher 2:0 hätten bringen müssen: Der später zurückgenommene Foulefmeter (Naldo an Stindl) sowie das vermeintliche Abseitstor der Mönchengladbacher nach einem Lattenschuss. Fangen wir mit der ersten Szene an: Nach einem Zweikampf zwischen Wendt und Caligiuri ging der Schalker zu Boden, doch Schiedsrichter Sascha Stegemann entschied auf Weiterspielen. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Was sind die wichtigsten Marktrisiken für 2018?

Zum Jahresende 2017 liegt die Mehrzahl der internationalen Aktienbörsen im Plus, auch wenn einzelne Gewinnmitnahmen die Kurse drücken. Trotz dieser insgesamt freundlichen Entwicklung ist der Ausblick für die globalen Aktienmärkte im kommenden Jahr alles andere als rosig – ein extrem hohes Bewertungsniveau ist mit sich verstärkenden Risiken gekoppelt. Was sind die Schlüsselrisiken für das neue Börsenjahr 2018? Hans Bevers, Chefvolkswirt von Degroof Petercam, sieht innerhalb eines positiven Gesamtbildes für die Weltwirtschaft diverse Gefahren für Konjunktur und Finanzmärkte. Dazu zählen dem Marktstrategen zufolge etwa die hohen Aktienbewertungen in Europa und in den USA. Falls Anleger nervös werden, drohe eine deutliche Korrektur an den Börsen, prognostiziert Bevers. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Wie viele Banken werden an der pünktlichen MiFID II-Umsetzung scheitern?

Am 3. Januar 2018 tritt die neue EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II in Kraft – und schon jetzt zeichnet es sich ab, dass nicht bei allen deutschen Banken mit einer pünktlichen Umsetzung zu rechnen ist. Einer jüngst veröffentlichten Studie der Düsseldorfer Unternehmensberatung PPI zufolge, dürfte jede sechste Bank in Deutschland an der rechtzeitigen Einführung scheitern. Für die Studie von PPI, die auf einer Datenerhebung im Oktober basiert, wurden MiFID-II-Verantwortliche aus 50 Kreditinstituten befragt. Auf Basis ihrer Angaben wurde der “MiFID-II-Readiness-Index” ermittelt, der den aktuellen Stand der Umsetzung in Deutschlands Geldhäusern widerspiegelt. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Führt MiFID II zur Schließung von Researchabteilungen der Banken?

MiFID II verlangt künftig von allen FondsGesellschaften, die Kosten von Handel und Research zu trennen und einzeln auszuweisen. Dies könnte verheerende Auswirkungen auf die Researchabteilungen der großen Banken haben, erwarten Brancheninsider. Nach der Prognose von Ed Wolfe, dem Gründer und Geschäftsführer von Wolfe Research, wird der Betrag, der von den wichtigsten Geldhäusern für die Arbeit der Analysten aufgewendet wird, nach dem Start von MiFID II förmlich zusammenbrechen. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Konnte der TV Korschenbroich im Spiel gegen Lemgo die Niederlagenserie beenden?

Nach acht Niederlagen in Folge musste der TV Korschenbroich am Wochenende bei dem Tabellennachbarn HSG Handball Lemgo II antreten. Beide Vereine belegen aktuell einen Abstiegsplatz in der Dritten Handball Liga West, weshalb die Hoffnung auf ein Ende der Niederlagenserie des Hand.Ball.Herz-Teams und einen Punktgewinn bestand. Leider vergebens, denn auch die Partie bei der HSG Handball Lemgo II ging für den TVK mit 26:31 verloren. Die bereits neunte Niederlage in Folge wäre durchaus vermeidbar gewesen, denn zuerst sahen die Zuschauer eine attraktive und vor allem ausgeglichene Partie. Gerade im ersten Durchgang boten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, in der die Führung hin und her wechselte. weiter lesen…

Gerd Bennewirtz: Wie viele aktiv gemanagte Investmentfonds haben in 2017 bislang ihre Benchmark geschlagen?

Die Ratingagentur Scope hat in ihrer neuesten Studie analysiert, wie viele aktiv verwaltete Aktien- und Anleihenfonds in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 ihren Vergleichsindex übertreffen konnten. Aus Sicht der Verfechter eines aktiven Portfoliomanagements fällt das Ergebnis positiv aus: In den ersten drei Quartalen gelang es insgesamt 55,6 Prozent der aktiven Aktien- und Rentenfonds, ihre Benchmark zu schlagen. Obwohl die sogenannte „Outperformance Ratio“ damit von dem nach zwei Quartalen erreichten Wert von 60,2 Prozent leicht zurückgeht, entwickelt sich die Mehrheit der aktiv verwalteten Investmentfonds weiterhin besser als ihre jeweiligen Referenzindizes – eine erfreuliche Erkenntnis mit Blick auf den immer härter werdenden Wettbewerb der Produkte mit den rein passiven ETFs. weiter lesen…