Gerd Bennewirtz: Geht der Vormarsch der ETFs in 2018 weiter?

In 2017 konnten die passiv einen Index abbildenden Aktienfonds (Exchange Traded Securities, ETFs) eine größere Steigerung der Mittelzuflüsse als die aktiv gemanagten FondsProdukte verzeichnen. Eine aktuelle Analyse der FondsRatingagentur Morningstar zeigt nun, dass sich dieser Trend auch im laufenden Jahr fortsetzen dürfte. ETFs bleiben gegenüber aktiv gemanagten Produkten weitern auf dem Vormarsch, wie die Mittelflussdaten von Morningstar demonstrieren.

Passiv gemanagte Aktienfonds verbuchten im Januar 2018 Netto-Mittelzuflüsse von 16,4 Milliarden Euro, die hauptsächlich auf Aktien-ETFs entfielen. Aktiv gemanagte Aktienfonds verzeichneten Nettomittelzuflüsse in Höhe von 26,4 Milliarden Euro und setzten damit zwar die positive Absatzentwicklung des Jahres 2017 fort, wuchsen aber unverändert weniger dynamisch als die passiven Anlageprodukte.Bei Rentenfonds dominieren nach wie vor die aktiven FondsManager, zeigt die Morningstar-Analyse weiter: Anleihen-ETFs sammelten im Januar netto 2,8 Milliarden Euro ein, während aktiv gemanagte Bond-Portfolios mit 19,9 Milliarden Euro absolut gesehen deutliche höhere Nettomittelzuflüsse verzeichneten.

Relativ gesehen hielt sich das Wachstum der beiden FondsTypen in etwa die Waage, betont Morningstar-Analyst Ali Masarwah. Für das Gesamtbild heißt dies: Passive Aktienfonds machten im ersten Börsenmonat 2018 26,2 Prozent des europäischen Aktienfondsmarktes aus, während sie im Fixed-Income-Universum nur 11,9 Prozent des FondsVermögens repräsentierten. Fallen die Zuflüsse in passive ETFs weiterhin dynamischer aus als die in aktive Aktienfonds, so dürften die indexreplizierenden Produkte bald auf einen Marktanteil von 30 Prozent in Europa zusteuern.

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