Gerd Bennewirtz: Sind Schwellenländer auch für 2018 die richtige Wahl?

Investoren, die sich 2017 gegen den vorherrschenden Trend stellten und die Schwellenländer in ihren FondsPortfolios vergleichsweise hoch gewichteten, konnten sich über überdurchschnittliche Kursgewinne freuen. Wird diese Tendenz auch im neuen Handelsjahr Bestand haben? Zieht man nach dem ersten Handelsmonat 2018 Bilanz, so sieht es ganz nach einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung in den Emerging Markets aus. Investoren, die sich im Bereich der BRIC-Staaten bewegten, konnten auf attraktive Renditen zurückblicken: Bei Brasilienfonds lag das Monatsplus bei fast 13 Prozent, Russland- und China-Fonds legten jeweils rund neun Prozent zu.

Schwächer fielen die Ergebnisse im Bereich der etablierten Märkte aus: Hier schaffte es nur Italien mit einem Monatsgewinn von 6,83 Prozent unter die Top 10 der besten Märkte für Investmentfonds. Im Schnitt legten global diversifizierte Aktienfonds im ersten Monat des neuen Jahres um rund drei Prozent zu, berichtet das von dem Anlegermagazin „Fonds professionell“ erstellte FondsBarometer. Schwellenländer wurden zuletzt immer wieder als aussichtsreiche Kandidaten für eine Outperformance gegenüber den Industrieländern gehandelt, nachdem über die letzten Jahre eine nur unterdurchschnittliche Kursentwicklung zu verzeichnen war. Angesichts günstiger Wachstumsaussichten und einer attraktiven Bewertung müssten diese mittelfristig besser abschneiden als die Börsen der etablierten Märkte.

Ende Januar lag das Kurs-/Gewinn-Verhältnis der Emerging Markets nach Daten von Thomson Reuters IBES (Institutional Brokers‘ Estimate Systems) bei 13,1 und damit deutlich unter den Vergleichswerten der Eurozone (14,9), Japans (15,4) und der USA (18,8). Steigende Kapitalflüsse von den vergleichsweise teuren US-Aktien in Richtung der Schwellenländer wären aus Bewertungssicht alles andere als überraschend und ein Katalysator für anziehende Notierungen an den Börsen der Emerging Markets.

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