Gerd Bennewirtz: Kann die FondsIndustrie weiter auf Wachstumskurs bleiben?

Die immer strengeren regulatorischen Vorschriften sowie gleichzeitig steigende Kosten belasten die Unternehmen aus der FondsIndustrie. Doch allen negativen Einflussfaktoren zum Trotz wird die FondsBranche das Volumen in ihren Investmentprodukten auch in den kommenden Jahren steigern können – diese Einschätzung vertritt das US-Analysehaus Cerulli Associates in einer aktuellen Studie. Auffällig dabei: Das Wachstum des verwalteten FondsVermögens dürfte je nach Region sehr unterschiedlich ausfallen. Während das FondsVolumen über die nächsten fünf Jahre insgesamt weiter zunehmen sollte, prognostizieren die Analysten von Cerulli, dass das Wachstum gerade in Asien und Lateinamerika besonders stark ausfallen werde.

Die Gründe dafür: In den Schwellenländern sei eine Steigerung der Einkommen abzusehen, wobei die entstehende Mittelschicht sowie die zunehmende finanzielle Bildung den FondsAnbietern überdurchschnittliche Mittelzuflüsse bescheren dürfte. Im Gegensatz hierzu steht die Lage in den klassischen Industrieländern: Hier speise sich das insgesamt schwächere Wachstum aus einem erweiterten Angebot der betrieblichen Altersvorsorge sowie der generell wachsenden Bedeutung des Sparens für den Ruhestand.

Im Detail schätzen die Cerulli-Experten die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten des verwalteten FondsVermögens in den USA auf 4,8 Prozent, während sie für die asiatische Region (ex Japan) auf 15 Prozent kommen. Ein übergeordneter Trend sei aber trotz aller Differenzen auszumachen, so das Urteil der Cerulli-Analysten: Das Mittelaufkommen werde sich verstärkt hin zu passiven Produkten verschieben. Sinkenden Margen könnten die Akteure in der FondsBranche am besten mit der Nutzung neuer Technologien begegnen, so das Resümee der Studie: In den Industrie- wie auch in den Schwellenländern diene die zunehmende Digitalisierung verstärkt dazu, Geschäfte effizienter abzuwickeln und neue Kunden zu gewinnen.

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