Gerd Bennewirtz: Wie sind die Neuzugänge von Borussia Mönchengladbach zu bewerten?

Nicht erst seit dem überzeugenden 3:1-Sieg in der Champions-League-Qualifikation bei Young Boys Bern bin ich mir sicher: Mit der Qualität seiner Neuverpflichtungen kann Borussia Mönchengladbach sehr zufrieden sein. Diese Erkenntnis ist umso beruhigender nach dem Abgang des früheren Gladbacher Kapitäns Granit Xhaka zum FC Arsenal London, der jedoch durch den Rückkehrer Christoph Kramer in überzeugender Weise ersetzt wurde. Als Schlüsselspieler im defensiven Mittelfeld wird Kramer auch in dieser Bundesliga-Saison 2016/2017 sehr wertvoll werden, hat bereits das Spiel in der Schweizer Hauptstadt gezeigt. 

Bei einem entsprechenden Saisonverlauf traue ich „Weltmeister“ Christoph Kramer, der bereits zwei Jahre auf Leihbasis für unsere Borussia spielte, den erneuten Sprung in die deutsche Nationalelf zu. Wie sehr Zwölf-Millionen-Einkauf Jannik Vestergaard von Werder Bremen die Mönchengladbacher Mannschaft und hier insbesondere die Abwehr verstärken kann, ist hingegen noch weitgehend offen. Beim Spiel in Bern ließ Trainer Andre Schubert den Dänen noch auf der Bank, der jedoch durch seine Routine und Kampfkraft im weiteren Saisonverlauf die eigenen Stärken noch unter Beweis stellen dürfte. Die Reihe der gelungenen Neuverpflichtungen wird durch den von Hoffenheim gekommenen Tobias Strobl abgerundet, der es ebenfalls gleich in die Startelf beim ersten Gladbacher Pflichtspiel in Bern schaffte.

Mit seiner soliden Partie im defensiven Mittelfeld zeigte der mit einem Vertrag bis 2020 ausgestattete Spieler, wie wertvoll er für die Borussia sein kann. Insgesamt bin ich von der Qualität der Gladbacher Neuverpflichtungen überzeugt, wobei ich darauf spekuliere, dass Manager Max Eberl bei einer erfolgreichen Champions-League-Qualifikation noch einen weiteren „Kracher“ aus dem Hut zaubern könnte. So oder so ist Borussia Mönchengladbach für die kommende Saison aber schon jetzt bestens gerüstet!

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